2b.gif (261 Byte)       Leitbild der Evgl. Kirchengemeinde Solingen - Dorp

Der Dorper Gemeinde-Entwicklungs-Prozess braucht IHRE Mitwirkung

 

 

 

Wir sagen und leben
die befreiende Nachricht von der Liebe Gottes,
wie sie von Jesus Christus gelebt und überliefert ist.

(Leitsatz der Evangelischen Kirchengemeinde Dorp)

Auf der Grundlage dieses Leitsatzes hat die Evangelische Kirchengemeinde Solingen-Dorp einen Gemeinde-Entwicklungs-Prozess für die nächsten Jahre gestartet.

Mal wieder ein neues Programm?
Ja - und noch viel mehr.

Die Gemeindeleitung („Presbyterium“) hat beschlossen, Perspektiven für die Zukunft zu entwickeln, statt nur auf Sachzwänge mit Sparmaßnahmen und Streichungen zu reagieren. Was für die Dorper Kirche bereits vor 1½ Jahren entschieden worden ist - die Zukunft zu sichern -, das soll auch für die gesamte Gemeindearbeit gelten.

Veränderte Rahmenbedingungen
Wie viel sich in und um die Gemeinde herum verändert kann hier nur mit Stichworten angedeutet werden:

  • Weniger Personal:
    Pfarrerin Smidt-Kulla hat eine Pfarrstelle in Neuenahr, Pfarrer Förster eine Aufgabe im Kirchenkreis übernommen.
  • Weniger Gemeindemitglieder:
    Nicht so sehr durch Austritte, sondern durch Wegzug verliert die Gemeinde ca. 200 Mitglieder pro Jahr.
  • Weniger Geld:
    Sinkende Mitgliederzahlen und andererseits daran, dass die Kosten steigen (Lohnerhöhungen, Preissteigerungen) während die Einnahmen stagnieren bzw. leicht sinken.

Diese kritischen Entwicklungen will die Gemeindeleitung nicht einfach auf sich zu kommen lassen, sondern den jetzt noch vorhandenen Raum für Gestaltung nutzen. So soll die Qualität der Gemeindearbeit für die nächsten Jahre sichergestellt werden.

Die Perspektive
“Wenn du ein Schiff bauen willst, so trommle nicht die Männer und Frauen zusammen,um Holz zu beschaffen und Werkzeuge vorzubereiten, Aufgaben zu vergeben und die Arbeit einzuteilen, sondern lehre die Männer und Frauen die Sehnsucht nach dem weiten, endlosen Meer!“   Antoine de Saint-Exupéry

Das Konzept
Gemeinde-Entwicklungs-Prozess 2005-2010
(„Ein Schiff, das sich Gemeinde nennt ...“)

1.  Bordroutine unterbrechen
Eine Arbeitsgruppe bereitet Entscheidungsvorlagen vor.

2.  Vision klären
Ein Leitsatz als verbindliche Grundlage wird formuliert und beschlossen.

3.  Zielhafen bestimmen
Die Arbeitsgruppe schlägt Schwerpunkte der Gemeindearbeit vor, die von der Gemeindeleitung beschlossen werden.

4.  Navigation planen
In Arbeitsgruppen und Ausschüssen werden Strategien entwickelt, wie die Schwerpunkte der Arbeit in die Praxis umgesetzt werden.

5.  Kurs steuern
Die Vorschläge für die praktische Arbeit werden konsequent und mutig verwirklicht.

6.  Kurs halten und kontrollieren
Es wird überprüft, ob und wie die Vorschläge für die praktische Arbeit umgesetzt werden. Wenn Vorschläge korrigiert werden müssen, werden die Änderungen frühzeitig vorgenommen.

7.  Zielhafen anlaufen
Das Erreichte wird mit den gesteckten Zielen verglichen. Beides - Erfolg und Misserfolg - bildet eine solide Grundlage für die weitere Arbeit.

Pfarrer Jo Römelt
 

Liebe Gemeindemitglieder!

Seit über zehn Monaten wird in und an unserer Dorper Kirche fleißig gearbeitet. Doch zur Arbeit an unserer neuen Dorper Kirche gehören nicht nur die Sanierungsarbeiten an Dach, Wänden und Fundament, sondern auch das Nachdenken darüber, was in dieser Kirche in Zukunft geschehen soll. Wie sie mit Leben gefüllt werden kann. Welches Angebot sie für die Menschen in Dorp beheimaten soll. Dieses Nachdenken beschränkt sich nicht nur auf das Gebäude Dorper Kirche. Es betrifft alle Bereiche unserer Gemeinde. Wo wollen wir hin mit unserer Dorper Gemeinde? Wie soll sie in einem, in fünf, in zehn Jahren aussehen? An diesen Fragen gilt es zu arbeiten. Damit die Sanierung der Dorper Kirche nicht allein die Erhaltung eines Denkmals bedeutet, sondern das Schaffen eines Ortes, an dem eine ganze Menge Leben stattfindet!

Deswegen freue ich mich, dass unser Presbyterium parallel zur Baustelle Dorper Kirche die Baustelle „Gemeinde-Entwicklungs-Prozess“ eingerichtet hat und jetzt seit April auf ihr arbeitet. Dabei geht es um etwas sehr einfaches: Worauf wollen wir uns in Dorp in der kommenden Zeit konzentrieren? Was braucht es, damit Kirche und Gemeinde wirklich ein „Gasthaus“ werden, das Menschen auf ihrer Lebensreise aufsuchen können und wollen? Wie können wir die gute Nachricht, von der wir herkommen, so sagen und leben, dass sie verstanden wird? Und als das empfunden wird, was sie immer schon sein will: Befreiung zum Leben?

Ich verspreche mir von unserem Gemeinde-Entwicklungsprozess, dass wir den Antworten auf diese Frage näher kommen. Und ich hoffe, dass viele Menschen in Dorp sich an diesem Prozess beteiligen: durch Mitwirkung in Gremien und AGs, durch Mit-Diskutieren in unseren Kreisen, in denen dieser Prozess immer wieder Thema sein wird. Durch Teilnehmen an den Gemeindeversammlungen, in denen wir die Zwischenergebnisse mitteilen und Sie um Ihre Meinung bitten. Durch Rückmeldungen auf Artikel im Gemeindebrief. Ich bitte Sie: begleiten Sie diesen Prozess durch Ihre Mitwirkung und durch Ihr Gebet! Wenn viele Menschen mit dem Herzen dabei sind und auf dieser Baustelle ähnlich engagiert gearbeitet wird wie an der Kirche selbst, dann wird viel Gutes dabei herauskommen. Ich weiß, dieser Prozess bedeutet auch viel Arbeit. Und das in Zeiten, in denen ohnehin reichlich zu tun ist. Aber ich glaube, dass sich die Mühe lohnt. Und dass sich auf diesem Wege mit dem Gasthaus Kirche eine gastfreundliche Gemeinde verbinden wird.

 Ihr
Pfarrer Jo Römelt

(Vorsitzender des Presbyteriums der Evangelischen Kirchengemeinde Dorp)